Fünf Gründe, wieso du nicht Abnimmst!



Der erste Monat des neuen Jahres ist bereits rum. Und wie jedes Jahr beginnt im Januar und Februar der Diät und Gewichtsredukstions-Wahnsinnversuchen. Viele Menschen wollen ihr Hüftgold los werden. Da auch auf mich in den letzten Wochen ein paar Menschen zugekommen sind und mich gefragt, wie sie am besten Abnehmen könnten, habe ich mir die Zeit genommen, um ein mal die fünf häufigsten Fehler aufzuschreiben, die immer wieder beim Thema Abnehmen gemacht werden...

 

Das Problem, welches ich bei vielen immer wieder erkenne: Heutzutage sind viele von immer neuen Diäten und Ernährungsempfehlungen verwirrt. Dabei wird die Basis einer gesunden und ausgewogenen Ernährung vergessen und auf die Bedürfnisse und Signale des eigenen Körper wird kaum bis gar nicht geachtet. 

 

Eins kann ich aus Erfahrung sagen: Der Mensch macht viele dumme Sachen um abzunehmen. Und am besten soll das, was man sich in den letzten zehn Jahren angefuttert hat, innerhalb von fünf Tagen mit dem geringsten Aufwand verschwinden. Funktioniert nur leider nicht. Die Liste an fragwürdigen Ideen und Versuchen zum Abnehmen ist unendlich lang. Was mir in den letzten sechs Wochen in Gesprächen immer mal wieder an Diäten zu Ohren gekommen ist echt unglaublich. Babybrei-Diät, Kohlsuppen-Diät, Bananen-Diät, Mahlzeiten-Ersatzshakes-Diäten (ich möchte hier keine Namen nennen...), Detox-Kuren, Fasten und so weiter... Innerlich fasse ich mir dann immer an den Kopf und denke mir: Es kann so einfach sein, wenn man ein paar Grundregeln der Ernährung sein Leben lang beachtet.

Ja, du hast richtig gelesen: Dein Leben lang!

 

 

FÜNF GRUNDREGELN EINER GESUNDEN ERNÄHRUNG

Hier ein mal kurz meine fünf einfachen Grundregeln, die jeder beachten sollte, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren und dabei schlank zu bleiben.

 

1. Iss naturbelassene Lebensmittel.

Ich bin der Meinung, dass unser Körper in der Lage ist, einem zusagen, was er braucht und was er nicht braucht. Das Problem ist nur, das durch die industriell hergestellte Nahrung, die oft voll mit Geschmacksverstärkern und Zucker ist, das natürliche Geschmacks- und Hunger- bzw. Sättigungsempfinden verändert werden kann. Wenn du geschmacklich nur auf Chemie-Futter gepolt bist, merkst du vielleicht gar nicht, dass dein Körper statt der Currywurst Pommes eigentlich lieber nahrhafte Dinge mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien haben will. Auch werden Bedürfnisse oder Warn-Signale (bspw. Sodbrennen, Magen- und Darmbeschwerden) des eigenen Körpers einfach ignoriert. Aber das ist ein komplexes Thema für sich und sprengt an dieser Stelle etwas den Rahmen. Einfach gesagt, lass die Finger von all dem was auf künstliche Weise aus künstlichen Sachen hergestellt wurde. Fertigprodukte, Riegel, Fruchtjoghurt, Süßigkeiten, Limonaden, Diät-Shakes, usw.

 

2. Iss zu jeder Mahlzeit viel Gemüse (und Obst).

Soll ich dir mal was verraten... Alle Diäten haben eine Sache gemeinsam: Viel Gemüse und Obst zu essen. Vor allem Gemüse ist durch die geringe Anzahl an Kalorien ideal, um den Magen zu füllen. In der Regel bekommt der Körper somit auch noch eine Vielzahl an Vitalstoffen aus Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien, die er braucht und haben will.

 

3. Decke deinen Proteindarf.

Ich weiß ganz genau was sich der ein oder andere eben gedacht hat: "Gemüse macht aber nicht satt...!" Das Stimmt, Gemüse alleine ist jetzt nicht so extrem sättigend. Daher empfiehlt es sich, zu jeder Mahlzeit eine Portion Eiweiß zu essen. Der Proteinbedarf liegt je nach Aktivität zwischen 0,8 bis 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Übertreiben mit Proteinhaltigen Lebensmitteln oder Eiweißpulvern muss man es meiner Meinung nach nicht, dennoch kann eine kleine Portion Eiweiß zu jeder Mahlzeit länger satt halten als eine reine Mahlzeit aus Kohlenhydraten (Gemüse zählt übrigens auch zu den Kohlenhydraten).

 

4. Reduziere Weißmehl und Zuckerhaltige Lebensmittel auf ein Minimum.

Es gibt eine Lebensmittelkategorie, die macht dich absolut gar nicht satt: Zucker und alle Lebensmittel die überwiegend aus Zucker bestehen. Zucker ist reiner Brennstoff, den die meisten in den Mengen, wie sie heutzutage konsumiert werden, nicht brauchen. Ebenso Weißmehl. Du kannst dir das in etwas wie Papierschnipsel vorstellen, die du in den Ofen wirst. Es verpufft schnell und nichts weiter. Nur leider ist dein Körper kein Ofen, in dem Zucker einfach wieder verpufft. Wenn du zu viel davon isst, willst du zum einen oft immer mehr (du kannst bspw. auch süchtig nach Zucker werden) und zum anderen wird alles was zu viel ist, als Hüftgold gespeichert. Aber bitte Vorsicht! Man kann nicht eine alleine Lebensmittelzutat oder Kategorie dafür verantwortlich machen, dass man zu viel Hüftgold hat! Zucker und Weißmehl ist aber trotzdem ein Problem in der heutigen Lebensmittelindustrie, da meistens viel zu viel davon enthalten ist. Hinzu kommt auch, dass Zucker deinen Insulinspiegel sehr schnell ansteigen und abfallen lässt. Die Heißhungerfalle beginnt und dein Körper verlangt nach kurzer Zeit immer wieder leere Kalorien. Ein Teufelskreis...

Reduziere daher die sogenannten leeren Kalorien aus Zucker und Weißmehlprodukten. 

 

5. Iss dich satt und höre auf deinen Körper!

Iss dich an den richtigen Lebensmitteln satt. Wie schon gesagt, eignet sich Gemüse hervorragend, um den Magen etwas zu füllen und den Körper mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien zu füttern. Da niemand ausschließlich von Gemüse satt wird und du nach kurzer Zeit womöglich wieder Hunger hast, eignet sich zusätzlich eine kleine Portion Eiweiß (z.B. Eier, Körniger Frischkäse, Quark, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch oder Fisch). Damit du dann noch etwas Energie bekommst, gerne eine kleine Portion komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukte dazu.

Wenn du dir also deinen Teller vorstellst, sollte etwa die Hälfte aus Gemüse bestehen, ein Viertel aus Eiweiß und ein Viertel aus komplexen Kohlenhydraten. Je nach Mahlzeit gerne etwas Olivenöl, Avocado, Samen oder Nüsse als Fettquelle hinzufügen, da auch Fett dazu beiträgt, dass du länger satt bleibst. Und ganz wichtig, auf die eigenen Signale des Körpers hören... Ist es wirklich Hunger oder vielleicht nur Langeweile, Gewohnheit, Frust, Einsamkeit, Müdigkeit usw. Die Gründe warum man isst, können echt unterschiedlich sein. Und auch wenn du vielleicht einer speziellen Ernährungsform nachgehst. Manchmal brauchst der Körper einfach mehr oder weniger, als du es dir vielleicht vorgenommen hast oder auf deinem Plan steht. Daher ist es extrem wichtig auf die eigenen Bedürfnisse des Körpers zu hören. Das funktioniert oft jedoch nicht von heute auf morgen, sondern ist vielmehr ein Lernprozess. 

 

 

FÜNF GRÜNDE, WIESO DU NICHT ABNIMMST! 

Kommen wir nun zu den fünf häufigsten Fehlern beim Abnehmen und wie du es langfristig schaffst gesund und schlank zu bleiben. 

 

1. Du isst Schrott.

Es liegt meiner Meinung nach zum Teil einfach an unserer Gesellschaft und Esskultur das heutzutage die Mehrheit übergewichtig ist. Einerseits ist unser gesellschaftliches Idealbild nach wie vor eine schlanke Person, andrerseits ist das deutsche kulturelle Essverhalten darauf ausgelegt, dass man automatisch Fett werden muss.

Der Bäcker freut sich jeden Morgen über deinen Besuch. Dein Morgen wird mit einem süßem Teilchen oder Belegtem Brötchen mit dick Remoulade verschönert und dein Insulinspiegel wird das erste mal zum Explodieren gebracht. Kurze Zeit später - vermutlich ca. zwei Stunden - hat irgendjemand im Büro Geburtstag und bringt Kuchen oder Kekse mit. Passt sich gut, weil bei dir macht sich die erste Heißhunger Attacke bemerkbar. Am Mittag freut sich die Kantine oder der Dönermann darüber, dass sie dich mit Fast Food und Geschmacksverstärken glücklich machen konnten. Am Nachmittag gibts dann ein paar aufheiternde Süßigkeiten beim Meeting, um das Nachmittagstief zu überstehen. Auf dem Weg nach Hause wird noch schnell die Pizza beim Supermarkt nebenan besorgt und zuhause in den Ofen geschoben. Am Abend auf dem Sofa vorm Fernseher ruft die Tüte Chips oder Tafel Schokolade: Dein Tag war so scheiße, komm und iss mich! 

 

Ja, so oder so ähnlich, wie oben beschreiben, sieht bei vielen deutschen die alltägliche Ernährung aus. Ziemlich erschreckend meiner Meinung nach... Auf dem üblichen Speiseplan stehen viele einfache, leere  Kohlenhydrate und ungesunde fette. Dazu wenige Vitamine und Nährstoffe. Leere Kalorien die deine Kleidung nachts heimlich enger nähen, gibt es dabei gratis. 

Dazu kommt das gejammer über die eigene Figur aber die Bereitschaft etwas an der Ernährung zu ändern ist oftmals gering... Die Ausrede „Mir schmeckt gesundes Essen nicht.“ gilt in vielen Fällen übrigens nichts. Sie wollen es einfach nicht essen, sind zu faul sich etwas gesundes und ausgewogenes zuzubereiten oder dafür einzukaufen. Und in einigen ganz harten Fällen sind die Geschmacksnerven schon so von Chemie und Zucker überladen, das sie einfach nicht mehr richtig schmecken können.

Abgesehen davon, dass solch eine Ernährung bei der Mehrheit nun mal ganz einfach zu Übergewicht führt, sind vielen nach wie vor die gesundheitlichen Spätfolgen einer ungesunden Ernährung nicht bewusst und/oder egal. Um nur einige zu nennen: Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes, Darmbeschwerden, Hautprobleme und Gelenkbeschwerden (Osteoporose, Arthrose, Rheuma etc.).

  

Auch wenn sich deine Kollegen, Freunde und Familie nach dem oben genannten Beispiel ernähren und es irgendwie als „normal“ gilt, heißt es nicht, dass du es nachmachen musst. Am Ende ist nur eine Person verantwortlich dafür was du isst. Nämlich DU! Jeder hat die Wahl zwischen Salzkartoffel und Pommes. Zwischen Haferflocken und Zuckerhaltigen Müsli. Zwischen Vollkorn- und Weißmehlprodukten. Zwischen Wasser und Softdrinks. Zwischen Salat und Pizza. Zwischen Obst und Weingummi.

Oft mangelt es auch nicht an Wissen über gesunde und ausgewogene Ernährung. Es sind alleine deine Gewohnheiten, dein Wille und zum Teil vielleicht auch dein Umfeld dafür Verantwortlich was du isst. Niemand will aus der Masse herausstehen und einen Kommentar über das gesunde Essen bekommen. Ich weiß wovon ich spreche... Trotzdem hat jeder die Wahl zwischen gesundem und ungesundem Essen. Mir ist es bspw. mittlerweile egal, wenn ein Spruch über mein gesundes mitgenommenes Essen kommt. Und mindestens ein Spruch oder Kommentar gibt es jedes Mal! Manchmal frage ich mich echt warum... ich mache schließlich auch keine Sprüche über die gekaufte Portion Pommes. Soll halt jeder das essen, was er möchte. Man muss sich schließlich auch nicht zwanghaft alles verbieten, von dem man der Meinung ist, es sei ungesund. Aber bei vielen dominiert die Auswahl an ungesunden (Nährstoffarmen) Lebensmitteln leider auf dem täglichen Speiseplan. Hinzu kommt dann einfach, dass diese Auswahl an Lebensmitteln einfach meist eine sehr hohe Kaloriendichte aufweist aber einfach nicht richtig sättigt. Da muss man sich auch nicht wundern, wenn man im nächsten Frühjahr den Kleiderschrank neu bestücken darf.

Um eine gute Balance zwischen gesundem und ungesundem Essen zu bekommen, ist meiner Meinung nach das 80/20 Prinzip geeignet. Achte einfach darauf, dass 80% deiner Nahrungsaufnahme aus naturbelassenen und nährstoffreichen Lebensmitteln besteht und lediglich 20% aus industrieller Nahrung oder Fast Food.

 

Machen Menschen ist und bleibt es auch einfach egal was sie sich täglich zwischen die Zähne schieben und ihrem Körper damit antun. Dann sollte man sie auch in ihren Essgewohnheiten drin lassen. Die Bereitschaft etwas bewusst an deiner Ernährung ändern zu wollen, muss schließlich ganz alleine von dir kommen. 

 

Du bist was du isst!

Isst du überwiegend ungesund, kannst du dick und krank werden.

Isst du gesund, bleibst du höchst wahrscheinlich gesund und schlank.

Es ist deine Wahl wofür du dich entscheidest!

 

2. Du zählst wie bekloppt Kalorien.

Letztes Jahr hatte ich auf einem Seminar ein Erlebnis mit einer Frau, die mir verzweifelt berichtet hat, wie sie versucht abzunehmen. Ihr Kalorientracker hat ihr gesagt, sie verbrennt 2500 kcal. Also zieht sie davon 500 kcal ab und isst nur 2000 kcal. Vielleicht mag diese Methode bei einigen erfahrenen Leuten funktionieren. Bei vielen jedoch nicht. Viele sind immer noch auf diese Kalorienangaben fixiert und würden sich wünschen, dass ihr Körper nach einer einfachen mathematischen Gleichung funktioniert. In der Theorie ist das auch so, in der Praxis kommen dann jedoch mehrere Faktoren hinzu, die deine mathematische Formel zunichte machen können.

Auch musst du bedenken, dass die Angaben solcher Fitness-Tracker oder Kalorienrechner enorm abweichen können.  Hinzu kommt auch, dass Nahrungsbestandteile unterschiedlich verstoffwechselt werden. Dein Körper geht mit Zucker bspw. anders um als mit Gemüse oder Proteinen. Auch deine Hormone oder Darmbakterien haben einen extremen Einfluss darauf, wie dein Körper das Essen verarbeitet. Eine Kalorie kommt im Körper daher nicht immer gleich an. Und Kalorien machen nicht satt! Es ist vielmehr die Makro- und Mikronährstoffverteilung dafür verantwortlich, ob du satt und zufrieden bist oder nicht. Abgesehen davon macht Kalorien zählen absolut keinen Spaß und führt langfristig meiner Meinung nach in ein ungesundes Essverhalten. Dennoch kann Kalorien zählen für eine kurze Zeit (z.B. 4 Wochen) für total Ahnungslose als Orientierung dienen. Zum einen kannst du einen Überblick über die einzelnen Lebensmittel bekommen, die du regelmäßig und täglich isst und zweitens bekommst du einen Überblick über die Makro- und Mikronährstoffverteilung dieser Lebensmittel (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente).

Um langfristig erfolgreich abzunehmen, geht ein Weg um eine ausgewogene naturbelassene Ernährung mit viel Gemüse, ausreichend Proteinen und wenig Weißmehl, sowie Zuckerprodukten nicht drum herum. Dein Körper wird dir nach einiger Zeit selber sagen, was er braucht und was nicht. Striktes Kalorienzählen oder essen nach Ernährungsplänen führt meiner Meinung nach eher zu einem kontrolliertem Ess-Zwang-Verhalten. Diesen Fehler hat übrigens auch die Frau vom Seminar gemacht, als ich sie nach ihrem Essen gefragt habe.

Gestartet ist sie oft mit einem Zuckerhaltigen Müsli, am Mittag hat sie zu viel Obst gegessen und am Abend meist etwas vom Lieferdienst. Sie hat so zwar ihre 2000 kcal eingehalten, hat ihren Körper aber mit den falschen Dingen gefüttert und ihre Abnahme so eher verhindert als begünstigt. Sie hatte bspw. dauernd Hunger durch ständige Insulinausschüttungen aufgrund zuckerhaltiger Nahrung und hat zu wenig Gemüse, Ballaststoffe, Protein, Vollkornprodukte und gesunde Fette gegessen. Vor Fett hatte sie regelrecht Angst, weil die glaubte Fett macht Fett. Fett trägt aber dazu bei, dass dein Gehirn ein Sättigungsgefühl wahrnimmt. Außerdem wird die Verweildauer von Nahrung im Magen verlängert und du bist automatisch länger satt. Light Produkte mit wenig Fett haben zwar insgesamt weniger Kalorien, können langfristig aber hungrig und dick machen. Denn während dem Light-Produkt oft Fett entzogen wird, wird Zucker hinzugefügt. Und Zucker sorgt bekanntlich für Insulinausschüttungen, die zu Heißhunger führen können. Ich bin daher immer dafür die Vollfett Variante zu kaufen, denn Fett macht satt und glücklich.

 

3. Du bewegst dich nicht ausreichend.

Schaffst du am Tag 10.000 Schritte? Die Alltagsbewegung und Aktivitäten sind bei vielen extrem unterschätzt, wenn es um das Thema Abnehmen geht. Der moderne Lebensstil macht es einem aber auch echt bequem. Aufstehen, ins Auto steigen, im Büro 8 Stunden meist sitzend arbeiten, zurück ins Auto und ab aufs Sofa. Der Durchschnitt kommt gerade mal auf 4900 Schritte. Oft wird geglaubt das sei viel oder die Stunde im Fitnessstudio oder die Gymnastikeinheit in der Woche gleicht die sitzende Tätigkeit aus. Leider Falsch gedacht. Im Grunde ist es viel einfacher durch ein paar kleine Änderungen im Alltag den Kalorienverbrauch zu erhöhen, anstatt sich irgendwo noch eine Stunde Sport extra rein zu pressen, auf die man sowie nicht wirklich Lust hat. Treppensteigen verbrennt übrigens u.a. am meisten Kalorien. Also lieber die Treppe mit dem Fahrstuhl austauschen. Das Fahrrad mit dem Auto. Und am Abend vielleicht doch mal das Fernsehprogramm mit einem Spaziergang austauschen. Wer sagt, ihm sind Spaziergänge zu langweilig kann dabei z.B. mit Freunden telefonieren oder vielleicht ein Podcast hören. Am Ende sind es häufig kleine Dinge, die einen enormen Unterschied ausmachen können und die Pfunde zum schmelzen bringen.

 

4. Du trainierst falsch.

Wie eben schon gesagt, gleicht ein bisschen Fitnesstraining die sitzende Tätigkeit meist nicht aus. Hinzu kommt aber auch noch, dass bspw. im Fitnessstudio ebenfalls eher am Gerät gesessen als trainiert wird. Da wird sich an die Beinpresse oder Brustpresse gesetzt und mit einer unterirdischen Intensität das „Gewicht gestemmt“. Bloß keine Anstrengung bitte, man könnte den Körper vielleicht überfordern. Zwischendruch noch etwas quatschen oder am Handy daddeln und dann stolz sagen: Ich war eine Stunde in Fitnessstudio! Dazu wird auch oft geglaubt, dass das bisschen Sitztherapie, die tägliche Portion Kuchen o.ä. abtrainiert. Der tatsächliche Kalorienverbrauch beim Sport wird demnach extrem überschätzt und die eigentliche Kalorienaufnahme unterschätzt. Auch sollte dir bewusst sein, dass du eine ungesunde überkalorische Ernährung nicht abtrainieren kannst. Profi- oder Extremsportler mit 10 intensiven Trainingseinheiten in der Woche sind dazu vielleicht in der Lage, der durchschnittliche Hobbysportler mit einer meist sitzenden Tätigkeit allerdings nicht. Den größten Erfolg bei der Gewichtsreduktion erfährst du nach wie vor über eine gesunde Ernährung. 

 

Zurück zum Thema Bewegung, Sport und Training. Abgesehen davon, dass die meisten Leute im Fitnessstudio eher eine Sitztherapie am Gerät anstatt Bewegungstherapie betreiben, würde ich ein Training mit freien Gewichten oder dem eigenen Körpergewicht immer bevorzugen. Zum einen sitzt du nicht, wenn du bspw. Kniebeugen, Liegestütz, Klimmzüge und Co. machst und zweitens ist es (meiner Meinung nach) funktionaler. Du kannst deinen Körper entsprechend deiner natürlichen anatomischen Bauweise trainieren. Bist du für Geräte z.B. zu klein, zu groß, hast zu kurze oder lange  Beine oder Arme, kann es sein das ein Gerät nicht optimal für dich geeignet ist. Dennoch haben sowohl Geräte- als auch freies Training Vor- und Nachteile. Wenn dir aber z.B. nach einer bestimmten Übung irgendwo immer etwas weh tut, es zwickt und zwackt und KEIN Muskelkater ist, sollest du auf die Signale deines Körpers hören. Gg. ist die ein oder andere Übung nicht die idealste für dich. 

Richtiges ausgewogenes Krafttraining ist im Prinzip die Beste Altersvorsorge, die du deinem Körper geben kannst. Aber es muss eben vernünftiges Krafttraining sein, was viele einfach nicht verstehen oder geschweige denn beherrschen. Die ganze Thematik ist oft doch ein bisschen komplexer, als sich manch einer immer vorstellt. Nicht umsonst scheitern über 90% der Leute im Fitnessstudio an ihren Zielen. Sie wissen oft nicht wie man richtig trainiert, trainieren einseitig oder verstehen einfache muskuläre Zusammenhänge nicht. Am Ende kommt es darauf an, dass du deinen Körper entsprechend deiner Fitness forderst, deinem Körper von Zeit zu Zeit neue Reize gibst und meiner Meinung nach immer sowohl an deiner Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit arbeitest um deinen Körper langfristig und ganzheitlich gesund zu halten. Je mehr Bewegungsabläufe und mehrdimensionale Übungen du integrierst, desto besser.

 

Findet man dann doch einen Mann, der denkt er trainiert richtig und fragt diesen nach seinem Trainingsplan, kann er dir meist sofort sagen, welche Übungen er macht und wie viel Gewicht er stemmt. Hauptsache immer viel Gewicht, schön die Muskulatur aufpumpen und dabei gut aussehen. 

Die Frau dagegen schreckt vor viel Gewicht meist zurück - ist ihr zu anstrengend und sie hat Angst vor Muskeln. Frau sagt dir dagegen wie lange sie auf dem Laufband läuft.

Während der Mann seinen Körper oft nur stumpf aufpumpt und am Ende meist eine unausgewogene Körperhaltung mit einem affenartigen merkwürdigen Gangbild entwickelt, sieht die Frau dagegen einfach schlaff aus und wackelt auf dem Crosstrainer eher gelangweilt rum, anstatt die Herzfrequenz mal etwas in die Höhe zu treiben oder ihre Muskulatur ordentlich zu trainieren.

Der Mann dagegen rümpft alleine schon oft bei dem Wort Cardiotraining abfällig die Nase und bringt Sprüche wie: „Das baut die Muskulatur ab!“ Ich sage dann er solle mal bitte Usain Bolt googeln und dessen Körper angucken. Man muss es halt alles im richtigen Maß machen und wissen wie es funktioniert. Vor allem musst du überhaupt erst ein Mal wissen, welche (körperlichen und/oder gesundheitlichen) Ziele du hast. Auch jemand, der sich „einfach nur“ fit halten will und etwas für eine Gesundheit tun will, braucht einen vernünftigen, ausgewogenen und abwechslungsreichen Trainingsplan, der Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit beinhaltet. 

Ich bin zwar kein richtiger Freund von Trainingsprogrammen, wer aber nun mal gar keine Ahnung von Training und Ernährung hat, kann sich zur Orientierung ruhig ein Programm zulegen. Aber erwarte von solchen Trainingsprogrammen keine Wunder. Am Ende ist das ganze mit dem Trainieren auch in gewisser Weise wie eine Sprache erlernen. Die einzelnen Übungen für die jeweiligen Muskelgruppen sind deine Vokabeln und die Trainingsmethode ist eine Art Grammatik. Und jeder weiß, dass man etwas Übung und Zeit braucht, um eine Sprache zu erlernen. Und so ist es auch bei deinem Körper und deiner Fitness. Es kann aber wirklich sehr viel Freude bereiten, wenn du nach einiger Zeit fortschritte siehst, sich dein Körpergefühl verbessert und du vielleicht sogar noch Spaß an der Sache entwickelst.  

Wenn es mit dem Trainieren und der Ernährung alles so einfach wäre, hätte glaube ich jeder seinen Traumkörper. Aber es zählt nun Mal ein gewisses Maß an Wissen, Wille, mentale Stärke und Disziplin dazu, um das zu erreichen. Aber nichts ist unmöglich und jede Art von Bewegung ist besser als gar keine Bewegung! 

 

5. Du bist Übersäuert.

Hast du dich schon ein Mal mit dem Säure-Haushalt auseinander gesetzt? Nein?! Dann wird es höchste Zeit. Auch wenn das Thema in der Wissenschaft zum Teil sehr kritisch besprochen wird und immer eine Pro und Contra Seite zu finden ist, kann es sein, dass dein Körper durch deine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten übersäuert ist und du deswegen nicht abnehmen kannst. Die Ursache der Übersäuerung liegt wie schon gesagt an der Ernährung und am Lebensstil. Eine Vitalstoffarme, häufig Säureüberschuss bildende Ernährung verbunden mit wenig Bewegung, zusätzlichem Alltags- und Arbeitsstress sowie Medikamente und Genuss-Gifte (Nikotin, Alkohol, Drogen) begünstigen eine Übersäuerung des Körpers.

Im Normalfall können die meisten gesunden Menschen über natürliche Wege ihr Säure-Basen-Verhältnis ausgleichen. Das geschieht z.B. über die Niere, Lunge, Darm und Haut. Ist das Säure-Basen-Verhältnis jedoch aus dem Gleichgewicht geraten, kommt der Körper nicht mehr mit den überschüssigen Säuren zurecht. Diese können bspw. entzündliche Prozesse im Körper hervorrufen. Häufige Symptome können unter anderem sein: Kopfschmerzen, matt und müde, Sodbrennen, Allergien, Verdauungsprobleme, Hautprobleme (wie Cellulite, Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne) oder chronische Gelenkserkrankungen (wie Rheuma, Arthrose, Osteoporose). Es gibt wirklich eine Vielzahl an Symptomen, die mit einer Übersäuerung in Zusammenhang gebracht werden können.

Wirst du bspw. deine hartnäckigen Problemzonen an Bauch, Beinen und Po nicht los, kann es ggf. mit deinem Säure-Basen-Haushalt zusammenhängen. Die überschüssig gebildeten Säuren können sich im Fettgewebe festsetzten. Das sind dann die sog. „Schlaken“ die sich im Körper an Fett und/oder Wasser binden. Bei der Frau als Cellulite zu sehen. Beim Mann der Bierbauch. Hartnäckige Problemzonen, werden dadurch immer mehr gegen Diäten resistent. Das Fett sitzt quasi im Säuremantel fest.

Um dem entgegen zu wirken, hilft eine vitalstoffreiche naturbelassene basische Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Wer sich auch hier das oben genannte Beispiel des Tellers vorstellt: 80% sollte aus basischen Lebensmitteln bestehen (Gemüse, Obst, Vollkornprodukten) und ca. 20% aus Säureliefernden (Fleisch, Innereien, Eier, Wild, Fleischbrühe, Käse, Quark, Geflügel) oder Säurebildenden Lebensmitteln (Zucker, Süßigkeiten, Softdrinks, Früchte- und Schwarzer-Tee, Kaffee, Weißmehlprodukte, Salz, Fertigprodukte, Alkohol, H-Produkte) bestehen. Jetzt darfst du dir gerne einmal selber ein Bild über deine Ernährung machen und gucken, welcher Anteil bei dir überwiegt. Bei der „modernen“ Ernährung wie im oben genannten Beispiel häufig der säurebildende Teil, gepaart mit Stress und wenig Bewegung...

 

Wer jetzt noch ein paar Minuten Zeit hat und sich näher mit dem Säure-Basenhaushalt beschäftigen möchte, kann sich gerne diese drei Videos auf YouTube anschauen:

 

Die Symptome der Übersäuerung! 

 

Die Ursachen der Übersäuerung! 

 

Die Bedeutung von basischer Ernährung & Entschlackung

 


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