EMS-Training im Selbstversuch


Ist EMS-Training wirklich so effektiv....?!

Wer nicht weiß was EMS-Training ist, kann hier mehr darüber nachlesen. Für mehrere Wochen, habe ich bei Bodystreet Braunschweig trainiert und hatte keine Ahnung was mich erwartet. Auch ich war etwas skeptisch vor der ersten EMS-Trainingseinheit und wusste nicht, was auf mich zukommt...

Das erste Training - „Es kribbelt im ganzen Körper.“

Ein bisschen nervös war ich vor meinem ersten EMS-Training auf jeden Fall. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was mich erwartet oder wie es sich anfühlt. Ich schlüpfe also in meinen Elektrodenanzug und werde an die EMS-Station angeschlossen...

Begonnen wird das Training immer in einer Art Kniebeuge Position (siehe Bild). Erst mal ein paar trocken Wiederholungen zum warm machen. Es gibt immer eine 4sekündige Belastungsphase, in der man die Position halten muss und eine 4sekünde Erholungsphase. Ohne dass ich es merke, wird langsam der Impuls der Maschine „angestellt“. Ich verspüre ein leichtes kribbeln. Irgendwie überall. Ich denke mir: „Wie das ist alles... das ist doch harmlos!“ Ich sage Martin Roth (Inhaber und Trainer Bodystreet Braunschweig) er soll die Intensität erhöhen. Sofort merke ich einen unterschied und es wird deutlich intensiver und anstrengender.

Wer sich jetzt denkt, ach 4 Sekunden... das ist doch absolut nichts. Ja, es sich nur 4 Sekunden. Aber auch nur 4 Sekunden Pause. Du musst dich auf den Einsatz konzentrieren, auf deine Atmung und vor allem musst du dich darauf konzentrieren, deine Muskulatur anzuspannen und in Position zu bringen. Alles innerhalb von 4 Sekunden. Ein sehr schneller Rhythmus. Bei meinem herkömmlichen Training halte ich die Positionen der Übungen für gewöhnlich keine 4 Sekunden. Abgesehen von einigen statischen Übungen wie bspw. dem Unterarmstütz/Plank.

 

Ich habe aufgrund den schnellen Rhythmus anspannen und lockern, Probleme mit meiner Atmung und vergesse vor Anstrengung regelrecht zu Atmen.

Die Übungen werden nach ein paar Wiederholungen gewechselt. Einige Übungen fallen mir leicht, bei anderen habe ich das Gefühl, ich sterbe fast.

Obwohl ich von mir behaupten kann, dass ich eine recht gut ausgeprägte Muskulatur besitze und fit bin, hat auch mein Körper auf alle Fälle noch Defizite. Besonders schwer fallen mir Übungen bei denen ich die Arme über den Kopf heben soll oder Rotationsübungen. Mit etwas nachdenken und Verständnis von Muskulatur wird mir klar wieso. Es sind meine Schwachstellen, die dort gezwungen werden in Aktion zu treten. Mir wird etwas flau im Magen. Es fühlt sich unangenehm an. Ich sage Martin er soll die Intensität etwas runter nehmen. Also stellt er die Werte für den Oberen Rücken und Bauch auf null (jede Muskelgruppe lässt sich separat ansteuern). Nach etwa 10 Minuten fange ich tatsächlich an zu schwitzen und es wird richtig anstrengend. Insgesamt sind die 20 Minuten super schnell vergangen. Gefühlt habe ich mich gerade erst an den Trainings Rhythmus gewöhnt und es ist schon wieder vorbei.

Wie habe ich mich nach dem ersten Training gefühlt?

Ich habe mich schon lange nicht mehr so erschöpft nach einem Training gefühlt. Mein Körper ist an das was ich mache (Krafttraining, HIIT, Laufen,...) gewöhnt. Aber das war etwas komplett anderes und neues. Es war ein absolut neuer und ungewohnter Reiz für meinen Körper. Ich war wirklich k.o. und war froh, dass ich mich zuhause erst noch mal ausruhen konnte, bevor ich mit ein paar Freundinnen verabredet war. Mitten am Tag oder in der Mittagspause hätte ich für den restlichen Tag meine Termine absagen können.

Wer sich dazu entscheidet auch einmal in den Genuss vom EMS-Training zu kommen, dem würde ich empfehlen die ersten paar Trainingseinheiten, lieber auf den Abend zu verlegen oder an einen Tag an dem man nichts weiter groß vor hat. Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf Belastungen, aber nach dem EMS-Training würde ich behaupten, dass ich mich wie ein Trainingsanfänger gefühlt haben muss. Es war halt anstrengend, aber eine durchaus positive Anstrengung. 

 

 

Die Tage nach dem ersten Training

Muskelkater und körperliche Erschöpfung...

Ich bin jemand, der mittlerweile sehr selten Muskelkater bekommt. So war es auch überwiegend nach dem EMS Training. Muskelkater hatte ich kaum. Meine Arme haben sich lediglich etwas schlapp angefühlt ABER wo ich tierischen Muskelkater hatte war im Po. Noch nie zuvor kann ich mich an so einen Muskelkater erinnern. Bei jedem Schritt, bei jedem Mal hinsetzten habe ich das Training gemerkt. Drei Tage lang! Und mein Körper hat sich irgendwie schwer und insgesamt etwas erschöpft angefühlt. Mein eigentliches Trainingspensum konnte ich demnach nicht durchführen. Mir war nach Trainingspause. Also habe ich drei Tage lang nichts gemacht, was für mich schon viel ist.

 

 

Das zweite Training - „Macht sich nach wenigen Trainingseinheiten etwa schon ein Fortschritt bemerkbar...?!“

Beim zweiten Training hatte ich eigentlich schon wieder so gut wie alles vergessen und habe erst ein mal ein paar Minuten gebraucht, bis ich im 4 Sekunden Trainingsrhythmus drin war. Die zwanzig Minuten sind aber auch beim zweiten und dritten Training super schnell vergangen. Ich hatte bei meinen „Hass-Übungen“ (Arme über Kopf und Rotationen) nach wie vor Probleme allerdings nicht mehr ganz so schlimm, wie beim ersten Training. Macht sich da nach wenigen Trainingseinheiten etwa schon ein Fortschritt bemerkbar...?! Auch Martin sagt mir, dass ich mich in den Werten (die Ansteuerung der einzelnen Muskelgruppen) gesteigert habe. Ohne dass ich es beim Training mitbekomme regelt er die Intensität der Werte, die bei mir auf Null gestellt werden mussten (Bauch und oberer Rücken) Stück für Stück etwas höher.

Was mir während des Trainings besonders auffällt, sind meine Hände und Finger. Ich merke die Intensität bis in die Fingerspitzen und meine gesamte Muskulatur in den Armen und Händen zieht sich regelrecht zusammen ohne dass ich mich dagegen wehren kann.

Direkt nach dem zweiten Training haben sich meine Arme auch extrem schwer und schlapp angefühlt und ich war körperlich wieder sehr erschöpft. Den nächsten morgen habe ich mich aber Top fit gefühlt und bin eine neue Bestzeit gelaufen. Auch sonst habe ich keinen wirklichen Muskelkater verspürt.

 

 

Das dritte Training - „So stelle ich mir Wehen vor...“

Laut Inhaber und Trainer Martin konnte ich meine Werte in den letzten drei Trainingseinheiten bereits steigern. Außerdem stelle ich fest, dass mir bei den Übungen Arme über den Kopf oder Rumpfrotationen nicht mehr so flau in der Magengegend wird. Die ersten 14 Minuten gehen wie immer locker im Pflug vorbei. Aber dann dreht Martin den Regler um ein paar Prozent höher. Es sind nur ein paar Prozent aber die machen einen gewaltigen unterschied aus. Bei, für mich, einfachen Übungen im Stand in der Kniebeuge ist es zwar unangenehm aber noch machbar. Aber dann soll ich in den Ausfallschritt gehen und meinen Oberkörper zum Standbein rotieren. UNMÖGLICH für mich. Ich kapituliere. Gebe irgendetwas in der Art von mir: „So stelle ich mir Wehen vor...“ Martin lacht über diesen Kommentar und kriegt sich fast gar nicht mehr ein. Ich glaube er sieht die Panik in meinen Augen. Zum Glück zeigt er mir schnell eine Alternative Übung. Es geht in die Standwaage. Ich fühle mich trotzdem so als würde mit meinem Körper irgendwas passieren, was ich nicht beeinflussen und steuern kann. Ich beiße die Zähne zusammen und denke mir noch zwei Minuten, dann ist es vorbei! Alleine hätte ich das Training abgebrochen und den Stecker gezogen. Aber der Vorteil von einem Personal Training ist, dass man vom Trainer dazu ermutigt wird nicht aufzugeben und alles aus sich raus holen kann. Man verlässt seine Komfortzone und genau dadurch steigert man sich. Martin muntert mich auf und prophezeit mir, dass ich auch meine Hass-Übungen in vier Wochen bei der Intensität durchstehe.

Ich fühle mich nach dem Training zwar immer noch etwas erschöpft aber lange nicht mehr so, wie nach den ersten Einheiten. Auch die Tage danach merke ich kaum etwas, mein Körper scheint sich an das wöchentlichen EMS-Training zu gewöhnen und anzupassen.

Resümee der ersten vier Trainingseinheiten

Wer denkt, man stellt sich an das Gerät und macht „nichts“ der irrt. Es ist wirklich eine körperliche Anstrengung. Man muss in Position gehen und die gesamte Muskulatur gleichzeitig anspannen. Muskulär ausweichen oder abfälschen funktioniert nicht. Jede deiner einzelnen Schwachpunkte wird erreicht und stimuliert. Die Muskulatur muss zusammen arbeiten und funktionieren.

Es lässt sich in meinen Augen aber absolut nicht mit einem herkömmlichen Training vergleichen. Es ist eine total andere Art von Anstrengung, die ich weder mit Ausdauertraining, Krafttraining oder HIIT vergleichen kann. Kein brennen in der Muskulatur oder Kraftnachlass, was man sonst von einem Training kennt.

Daher ist es umso wichtiger, sich selber nicht zu überschätzten, bzw. das Gerät zu unterschätzten. Ich finde man kommt sehr schnell an seine persönliche Schmerzgrenze und verlässt seine Komfortzone.

Bisher habe ich keine großen körperlichen Veränderungen feststellen können. Weder auf der Waage, noch bei meinem üblichen Training. Ich habe allerdings festgestellt, dass ich weniger Rückenschmerzen habe. Ich habe durch eine schlechte Körperhaltung in jungen Jahren häufig Probleme im Bereich der Brustwirbelsäule. Anscheinend hat sich in dem Bereich schon etwas getan und die Tiefenmuskulatur, welche für die Stabilisation des Körperzentrums verantwortlich ist erreicht, sowie verklebte Faszien und verhärtete Muskulatur gelockert.

Ich bin gespannt, wie es mir die nächsten Wochen mit dem EMS-Training ergeht...

 

Meine endgültige Meinung zum EMS-Training und für wen es meiner Meinung nach sehr gut geeignet ist, erfährst du bald auf meinem Blog!

#comingsoon

Impressionen vom EMS-Studio Theaterwall Braunschweig 

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