Stehe zu deinen körperlichen Gegebenheiten!



Jede Zeit hat ihr körperliches Schönheitsideal. Heutzutage heißt es für Frauen Six Pack, Big Booty, Tight Gap.... am besten alles auf einmal und Hauptsache man ist schlank, hat straffe Haut, sieht Muskeln und ist athletisch! Aber zu viel darf es dann auch wieder nicht sein, weil dann wird es "unweiblich"... 

Es existieren unzählige Meinungen und Einflüsse auf einen, wie man körperlich auszusehen hat. 

 

Meine Meinung dazu erfährst du hier.... 

 

Man sagt, Schönheit liege im Auge des Betrachters. Aber stimmt das? Liegt die Schönheit etwa doch nicht im Auge des Betrachters, sondern wird von Medien und Meinungen Anderer beeinflusst? 

Körper- und Schönheitsideale gab es nämlich schon immer, auch schon in der Antike. 

Ein kurzer Rückblick auf das Ideal der Frau in den letzten 100 Jahre....

  • die wilden 20er Jahre: schmaler und schlanker Körpertyp - androgyn 
  • die "Hollywood" Ära 30er - 50er Jahre: kurven, kurven und noch mehr kurven à la Marilyn Monroe
  • die 60er Jahre: dünn steht wieder in Vordergrund
  • die 70er und 80er Jahre: es wird sportlich aber dennoch weiblich, irgendwie lässig 
  • die 90er Jahre: je dünner desto besser... ganz klar Skinny-Wahn
  • die 00er Jahre: einmal bitte 90 - 60 - 90 gepaart mit ein bisschen Weiblichkeit 
  • heute: Hauptsache Muskeln, Muskeln, Muskeln und irgendwie von allem ein bisschen

Fest steht, die Ideale sind in einem stetigen Wandel und werden geprägt durch gesellschaftlichen Einfluss und vor allem durch Medien.....Und wer weiß, welchen Körpertrend es im nächsten Jahrzehnt gibt?! 



Ich habe weder einen Six Pack, noch einen Big Booty oder eine Tight Gap. Passe ich also irgendwie nicht in das durch Medien propagierte Körperideal der heutigen Zeit...? Fühle ich mich deswegen unwohl in meinem Körper? Nein! Muss ich irgendjemandem etwas beweisen, nur um auch in das heutige Ideal zu passen? Nein! Muss ich einen Six Pack haben, nur weil ich Trainerin bin und viel Sport mache? Nein! Mache ich Fitness, um ein bestimmtes körperliches Ziel zu erreichen? Nein! 

 

Ich fühle mich wohl in meinem Körper so wie er ist. Ich mache Sport, weil ich es liebe. Nicht um ein bestimmtes Ideal zu verfolgen. Dir sollte immer bewusst sein, dass viele der optischen Faktoren von deiner Genetik beeinflusst werden. Ich zum Beispiel werde höchst wahrscheinlich nie eine Tight Gap (die Lücke zwischen den Oberschenkeln) oder einen großen muskulösen Po haben. Und zwar aus einem ganz einfach Grund, mein anatomischer Körperbau (Skelettbau) ist dafür nicht geschaffen. Ich bin für eine Frau mit 180 cm recht groß gewachsen, habe von Natur aus ein schmales Becken und einen kleinen Po. Dafür wurde ich mit langen Beinen gesegnet. Das ist alles, mehr nicht. 

Mein nicht vorhandener Big Booty ist mit der Zeit von alleine entstanden, ohne das ich explizit dafür trainiert habe. Ich brauche aber auch keinen großen Po, um mich besser oder wohler zu fühlen oder irgendjemandem zu gefallen. 

Wer unbedingt einen Big Booty haben möchte und das nicht von Mutter Natur gegeben ist, muss dafür hart trainieren und sich entsprechend ernähren. Legt dabei aber wahrscheinlich auch an Beinvolumen zu und kann sich gleichzeitlich

von der Lücke zwischen den Beinen (Thight Gap) verabschieden. Denn dieses körperliche "Schönheitsmerkmal" haben entweder nur extrem dürre Mädchen, deren Figur an ein Kind erinnert oder Frauen, deren Beckenstruktur von Natur aus weiter gebaut ist. 

 

Der Six Pack steht heutzutage bei Männern als auch bei vielen Frauen für das sportliche Symbol schlechthin. Alle wollen ihn aber die wenigstens bekommen ihn. Ich habe schon unzählige Male zu Ohren bekommen: "Dafür dass du so viel Sport machst, hast du aber auch keinen Six Pack..." Meine Antwort auf diese selten dämliche Aussage ist dann immer: "Ja und...?!" Danach ist diese Konversation meistens beendet.

Müsste ich mich zwischen Six Pack und Essen entscheiden, geht meine Entscheidung ganz klar IMMER zum Essen. 

Es gibt einige wenige Frauen, die eine Veranlagung dazu haben, kaum Fett am Bauch anzusetzen. Ich zähle nicht dazu! Bei mir geht alles sofort in die Körpermitte.

Wem diese Sache mit dem Six Pack es wert ist, steuert das über eine extrem kalorienreduzierte Ernährung. Halten wird man das aber kaum sein ganzes Leben lang.

Mir ist es nicht Wert ständig darauf zu achten, was ich esse, nur um einen Six Pack zu haben und zu halten. Dafür esse ich viel zu gerne. Denn auch spielt hier wieder die Genetik eine Rolle. Dein Körper entscheidet ganz alleine, an welcher Stelle er zuerst ein bisschen polstern möchte. Mein Körper lagert Fett nun mal gerne als Bauch- und Oberkörperfett ein. Auch das kann ich nicht steuern. 

Ich brauche weder ein Six Pack, noch einen Big Booty , eine Tight Gap und muss auch keinem anderem Bodytrend hinterher eifern, um glücklich zu sein. Und darum geht es doch letztendlich.... Glücklich sein, sich wohl fühlen und sich so akzeptieren zu können, wie man ist. Ich bin groß und schlank, mache gerne Sport und bin eigentlich ganz zufrieden damit, was Mutter Natur mir gegeben hat.

 

Es ist toll, wenn du dir gesunde sportliche oder vielleicht auch körperliche Ziele setzt. Aber sei dabei realistisch und habe keine falschen Vorstellungen von dem, was du erreichen willst. Vergleiche dich nicht mit anderen oder habe die Wunschvorstellung so auszusehen wie Person X. Sieh es vielleicht einfach als Motivation an, deinen Körper in deine persönliche gesundheitliche Wohlfühlform zu bringen und das beste aus dir rauszuholen. 

Die ganzen Bilder in Medien sind retuschiert, gestellt und teilweise einfach nur Fake. Das Bild oben von mir ist bewusst, NICHT bearbeitet!

 

Oft werde ich auch nach speziellen Übungen für einen straffen Po, Bauch und Beine oder gegen Winke-Arme gefragt. Es gibt aber nicht DIE super Übung für bestimmte Körperpartien, um Körperfett zu verlieren oder sichtbare Muskulatur aufzubauen. Das gesamt Konzept aus Sport und Ernährung muss einfach stimmig sein, wenn du bestimmte sportliche und körperliche Ziele hat. 

 

Außerdem solltest du meiner Meinung nach nicht einem optischen sportlichen Trend nacheifern, nur um der heutigen Zeit zu entsprechen. Wer weiß was in ein paar Jahren modern ist...

Es muss beim Thema Fitness nicht immer nur um die Optik gehen. Sieh Sport und Fitness lieber dafür an, dass deinem Körper die Bewegung gut tut und du beschwerdefrei durch Leben gehen kannst. Denn dein Körper ist dafür gemacht, sich zu bewegen.

Finde eine Sport- und Trainingsart, die dir wirklich Spaß macht und worin du aufgehst. Es ist egal, ob das Laufen, Yoga, Kraftsport, Ballsport oder was auch immer ist. Wenn du mit etwas anfängst, nur mit dem Verlangen einen fettfreien und/oder muskulösen Körper zu bekommen, es dir aber keinen Spaß macht, wird dich das im Leben wahrscheinlich auch nicht weiter bringen oder glücklich machen. Das wichtigste ist aber, lass dir von niemandem sagen, wie du auszusehen hast! Du ganz alleine entscheidest, wie du dich am wohlsten fühlst! 

 

MEIN APPELL

Versuch dich nicht in etwas hinein zu zwingen, was dein Körper von Natur aus gar nicht hergibt.

Fühle dich einfach in deiner Haut wohl, so wie du bist und mache Sport, weil es dir gut tut und dir Spaß macht!


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